ABOUT "Ich widme diese Arbeit meiner Großmutter, Zsófia, die ich nie getroffen habe, sowie allen Frauen dieser Welt und dem Rad des Lebens. Es gibt keinen Weg zurück, the show must go on." (Judit Kéri) Die aus Ungarn stammende Künstlerin Judit Kéri hat weltweit in intensiver Auseinandersetzung mit Bewusstseinsformen eine differenzierte Perspektive der globalen Existenz gewonnen und ins Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit gestellt. Nach dem ersten Teil der Trilogie „The King and the Pillowcase“, indem primär Machtverhältnisse thematisiert wurden, beschäftigt sich „The Queen and The Eggs“ mit den Themen Körper/ liquid body, Sexualität, Geburt, Mutterschaft, Transgression, Vergänglichkeit, Kraft, Verlust und Tod. Ein reduzierter Raum dient hier als Schauplatz für die Auseinandersetzung mit dem physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Körper. Der Körper, der lebendige Organismus konnotiert die Kraft des Lebens, die angestrebte Stabilität, gleichzeitig die Vergänglichkeit und die Veränderung. Judit Kéri schöpft aus ihrer Familiengeschichte zwischen 1945 und 1947. Der Ausgangspunkt ist das tragische Schicksal ihrer Großmutter Zsófia, von der sie schon immer geprägt wurde, ohne ihr jemals begegnet zu sein. Aus tabuisierten Lebenssituationen, die Entscheidungen und Verhaltensweisen mehrerer Generationen nach wie vor beeinflussen, entsteht nicht nur eine intime Familien-Retrospektive; sondern eine gegenwartsbezogene Rekonstruktion von individuellen und kollektiven Erfahrungen. Wie schließe ich Frieden mit meiner Herkunft, der Vergangenheit und der Geschichte? Welche Antworten gibt es noch außer Hass? Was ist die Erkenntnis von der konstanten Periodizität? Was braucht der fragile und verletzliche Körper/Leben um unversehrt zu bleiben? Judit Keri untersucht in dieser Uraufführung Aspekte der freien Wahl und der eigenen Macht und ist auf der Suche nach dem gesunden Humanismus, indem sie über das Opfer-Täter Paradigma hinausgeht.

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